Ausgehend
von repräsentativen Werkgruppen der konkreten und konstruktiven Kunst,
von minimalistischen und konzeptuellen Positionen bis zu jüngsten Tendenzen
der internationalen Kunst spiegelt die 1977 gegründete Sammlung die
wichtigsten Entwicklungen der abstrakten Kunst im 20. Jahrhundert.
Das
frühe Interesse galt den Künstlern aus dem süddeutschen Raum, daraus
hervorgehend den konstruktiven und konkreten Tendenzen, Minimalismus
und Zero: allen gemeinsam war das künstlerisch
motivierte Interesse an einem interdisziplinären Dialog zwischen bildender
Kunst, funktionalem Produktdesign, Architektur und Graphikdesign in
der Nachfolge des Bauhauses.
Dieser
Gemeinsamkeit trägt die Konzeption der Ausstellung besonders Rechnung.
Die Ausrichtung
der Präsentation erlaubt innerhalb des chronologischen Ablaufs
die Werke von Bauhauslehrern und -schülern mit den Werken
der minimalistischen und konzeptuellen Positionen der 60er und 70er
Jahre und Werken der ZERO Bewegung in Relation zu sehen.
Innerhalb
dieser Abläufe sind Werke japanischer Künstler aus der Sammlung
in
einen selbstvertständlichen Dialog zu den gezeigten Strömungen
vornehmlich aus USA und Europa eingebunden.
Um
die "cars" Werkgruppe von Andy Warhol und weitere "car
related" Arbeiten u.A. von Robert Longo, Sylvie Fleury und Kirsten
Mosher lassen sich innerhalb des zweiten Ausstellungsraumes Bezüge
z.B. zu Arbeiten von John Armleder, Oliver Mosset, Pietro Sanguineti,
Simone Westerwinter oder Georg Winter herstellen.
Diese
künstlerischen Positionen, die Begriffe wie Produkt, Original,
Multiple thematisieren, beleuchten das "car related" Thema
damit indirekt aus einer künstlerischen Praxis, die Skulptur als
gesellschaftliche Handlungsform begreift.